Crows gewinnen Play-off-Auftakt in zwei schwierigen Begegnungen
Zum Auftakt der Play-off-Runde 2010 der Verbandsliga NRW empfingen die Crows als Tabellenführer der Vorrunde die bis dato viertplatzierten Yaks aus Verl/Gütersloh zum ersten Doppelspieltag.
Obwohl der Platz nach den starken Regenfällen der Vortage in sehr schlechtem Zustand war, entschied man sich nach langer und intensiver Platzbearbeitung durch die Crows-Spieler den Spieltag auszutragen.
Spiel 1 startete David Theisen auf dem Mound für die Crows, musste jedoch gleich zu Beginn des Spiels 4 Punkte der Verler hinnehmen. Zum einen da seine Hintermannschaft ungewohnt nervös agierte, zum anderen tat er sich selbst aber auch schwer in sein Spiel zu finden. Play-offs haben eben bekanntlich ihre eingenen Gesetze. Und Verl präsentierte sich - wie immer - als eine besondere Herausforderung für die Crows (wir berichteten). Die sonst übliche Antwort der Offensivabteilung der Crows ließ aber auch auf sich warten, und so sahen sich die Seidenstädter bereits im zweiten Inning einem 6 : 0 - Rückstand hinterherlaufen. Die Gäste waren sehr gut auf die Krefelder Schlagleute eingestellt und ein gut aufspielender Werfer auf Seiten der Yaks bewirkte, dass die Crows zunächst nichts zählbares vorzuweisen hatten.
So kam es, dass sich Trainer Schepers zu ungewohnt früher Zeit für einen Pitcherwechsel entschied und selbst antrat die Verantwortung auf dem Mound zu übernehmen. Dies erwies sich als goldrichtige Entscheidung, denn in der gesamten Spielfolge musste er lediglich noch zwei gegnerische Treffer und einen gegnerischen Punkt hinnehmen. Dies gab dem Krefelder Angriff die Möglichkeit eine Aufholjagd zu starten. Endlich konnten die kontinuierlich auf den Bases platzierten Läufer auch nach und nach punkten. Schließlich, beim Stand von 7 : 4 für Verl, konnte Christian Dentges durch einen langen Schlag, der erst jenseits des Spielfeldes landete, ausgleichen, nachdem zuvor bereits zwei andere Crowsspieler die Bases erreicht hatten.
Doch auch in der Folgezeit agierte Verl weiterhin klug. Ein ums andere Mal warfen sie um die starken Krefelder Schlagleute herum und ließen mehrfach das Herz der Krefelder Offensive freiwillig auf Base ziehen, woraus die Crows jedoch nicht das erhoffte Kapital schlagen konnten. Mehrfach vergaben die Crows so die Chance in Führung zu gehen, was zu insgesamt 2 Verlängerungen führte. Erst im 9. Inning gelang Ilker Alkan der alles erlösende Schlag durch den ein Teamkamerad punkten konnte und so das Spiel mit 8 : 7 für Krefeld entschieden war.
Eben ein echtes Play-off-Spiel, das hätte an Spannung nicht überboten werden können.
Aufgrund der Verlängerung in Spiel 1 konnte Spiel 2 erst um 17.30 Uhr begonnen werden und alle Beteiligten bangten ob des Wetters und der Lichtverhältnisse. Maggi Hochgräfer ging für die Crows als Werfer ins Rennen und konnte den Gegner 4 Innings gut in Zaum halten. Doch wieder schwächelte der Krefelder Angriff in ungewohnter Weise und so konnte nur eine dünne 5 : 3 - Führung herausgespielt werden. In Inning 5 fanden die Verler dann erneut Schwachpunkte in Krefelds Verteidigung und konnten schließlich ausgleichen. Doch in Inning 6 schien dann endlich die Gegenwehr gebrochen. Krefeld erlief den Führungspunkt und befand sich mit 2 Läufern in scoring Position bei keinem Aus in komfortabler Position für weitere Punkte als unversehens ein Gewitter losbrach, das die Schiedsrichter zur Unterbrechung der Partie zwang. Eine Wiederaufnahme des Spiels ließen die Witterungsbedingungen nicht zu und so wurde das Spiel abgebrochen und aufgrund der bereits gespielten Anzahl von Spielabschnitten mit 6 : 5 für Krefeld gewertet.
Trotz der beiden Siege behält dieser Spieltag einen faden Beigeschmack, denn Short Stop Lukassen wurde durch einen der diversen hit by pitches durch die Verler Werfer derart stark verletzt, dass er wohl für den Rest der Play-offs ausfallen wird. Ein herber Schlag für die Crows.
Im zweiten Halbfinale des Tages konnten die Capitals aus Bonn den Meisterschaftsträumen der Düsseldorf Senators einen harten Schlag versetzen. Sie nahmen zwei Siege aus der Landeshauptstadt mit in die ehemalige Bundeshauptstadt und befinden sich nun in ähnlich komfortabler Position wie die Seidenstädter.
Mit diesen beiden Siegen im Gepäck geht es für die Crows in der nächsten Woche zum Rückspiel nach Verl. Die Crows trennt nun in dieser best-of-five-Serie nur noch ein Sieg vom Einzug ins Finale. Hierfür scheint zwar eine Leistungssteigerung von nöten, doch ein Gradmesser für den Leistungsstand der Mannschaft sind diese Spiele wohl nicht. Gegen Verl tun sich die Krefelder eben immer schwer.
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